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Flurgang

Der Flurgang

Die Tradition der Flurumgehung, auch Flurgang genannt, lässt sich in Gössitz bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Aller 20 Jahre im Monat Mai wurden die Grenzen der Dorffluren unter Beteiligung des Gemeindevorstandes, eines Gerichts-schulzen, des Geistlichen, des Lehrers und der Bevölkerung umschritten. Kontrolliert wurden dabei nicht nur die Grenzen zu den Nachbargemeinden sondern vor allem die Grenzsteine zwischen den einzelnen Besitzern der jeweiligen Wald-, Wiesen-, oder Ackerflächen und falls notwendig an Ort und Stelle Unstimmigkeiten geklärt. Das geschah unter notarieller Aufsicht und Leitung des Schulzen bzw. Bürgermeisters und wurde in einem Protokoll niedergeschrieben; aller 100 Jahre auch in einem sogenannten „Flurbuch“.Das älteste, erhaltene Gössitzer Flurbuch stammt aus dem Jahr 1781/1782 und bezieht sich auf das vorangegangene Buch von 1688.Der traditionelle Zeitraum von 20 Jahren, damit die heranwachsende Jugend sich über den jeweiligen Grenzverlauf informieren konnte. Das geschah nicht immer freiwillig und so gab es manche Ermahnungen und so manche „Watsche“ um diesem wichtigen Ereignis die notwendige Ernsthaftigkeit zu geben.Noch im 19. Jahrhundert üblich, nur die männlichen Erwachsenen, die männliche Jugend und auch nur die Schulknaben durften damals teilnehmen. Heute ist dies ein fröhlich, festlicher Gang unter Beteiligung der gesamten Einwohner und ihrer Gäste. Allen voran eine Musikkapelle und für die hungrigen und durstigen Wanderer verschiedene Stationen unterwegs zur Beköstigung.Am Abend des jeweiligen Tages war dann Tanz. Dabei gab es früher getrennte Tanzveranstaltungen, auf einem Saal die Veranstaltung für die Verheirateten, auf dem zweiten Saal Tanz für die Ledigen.Auf Grund des 2. Weltkrieges fiel der Flurgang 1940 aus und fand erst wieder 1960 statt.Mit Gründung der LPG (Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft) und der damit verbundenen „Einbringung“ der Flächen konnte und durfte 1980 der Flurgang nicht durchgeführt werden.Nach der „Wende“ 1991 wollten die Gössitzer nicht so lange warten und organisierten 1995 einen solchen Flurgang und um wieder in den traditionellen 20-jährigen Turnus zu kommen fand der vorläufig letzte im Jahr 2000 statt.

Das Flurbuch

Der Flurgang

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