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Sitten / Bräuche

sein Brauchtum und seine Sitten:

GÖSSITZ ,

Die Hochzeit , Ehrenpforten

In Gössitz noch gepflegt, der seltene Brauch: Binden und Aufstellung einer großen oder kleinen Hochzeitspforte, auch Ehrenpforte genannt. Die große Ehrenpforte wird oft nur zur Grünen Hochzeit aufgestellt. Zur Silbernen, Goldenen oder Diamantenen Hochzeit gibt es oft nur eine kleine Ehrenpforte an der jeweiligen Haustür. Bei allen Ehrenpforten gleich: Rechts und Links des Einganges werden 2 geschmückte Fichten gestellt. An der Spitze dieser Bäume wird ein Band der jeweiligen Hochzeit gebunden; weiß für die Grüne Hochzeit, Silberfäden für die Silberhochzeit und goldene Bänder für die Goldene Hochzeit. Bei der großen Ehrenpforte werden neben den verschiedenen Girlanden Kränze mit den Anfangsbuchstaben der Braut bzw. des Bräutigams gebunden. In die Girlanden bzw. Namens- oder Jubiläumskränze werden weiße, silberne oder goldene Rosen aus Papier oder heute auch aus Folie gesteckt.In Gössitz wird das Binden der Ehrenpforten von Verwandten und Bekannten des Brautpaares sowie den Nachbarn rechts und links des Gehöftes (meist das Gehöft der Braut) durchgeführt.Da es kaum noch Beerkräutrich gibt, werden immer mehr Zweige vom Buchsbaum genommen für z. B. Namens- oder Jubiläumskränze und falls reichlich vorhanden auch für die jeweiligen Girlanden,sonst aus Schnettel. Die Länge der Girlanden richtet sich nach Höhe und Breite der Haustür bzw. des Hoftores.Durch die Preußen ab 1815 auch in Gössitz eingeführt: erst die standesamtliche danach die kirchliche Trauung. Das gilt bis heute! Einziger Unterschied: zwischen dem Polterabend und der Grünen Hochzeit liegen ein bis zweiTage; bei der Silbernen oder Goldenen Hochzeit eventuell ein Tag, oder es wird gar kein Polterabend mehr durchgeführt.Zum Polterabend der Grünen Hochzeit wird vor dem geschmückten Tor/Haustür Geschirr zerschlagen (früher direkt am Hochzeitsmorgen); je lauter und je kleiner die Geschirrsplitter sind, um so größer wird das Glück des Brautpaares (Sprichwort: Scherben bringen Glück). Zum Polterabend oder dem Vorabend des Hochzeitfestes werden von Verwandten, Bekannten und Arbeitskollegen und Dorfbewohnern Geschenke gebracht. Jeder bekam früher ein Kuchenpäcktel (Päckchen) – heute auf Grund des Aufwandes und der benötigten Menge kaum noch üblich. Dafür gibt es z. B. kleine geschmückte Sektflaschen, ein Weinglas gefüllt mit verschiedenen Süßigkeiten oder einen kleinen Beutel mit selbstgebackenen Plätzchen. Das ist in Gössitz auch Tradition bei Taufe, Schuleinführung, Konfirmation oder Jugendweihe.Das Backen der vielen verschiedenen, zum Teil sehr kleinen Plätzchen, ist nur in der hiesigen Gegend üblich und man beginnt damit schon 3 – 4 Wochen vor dem Fest.Kuchenpäcktel: darin enthalten sind mindestens 8 verschiedene, genau geschnittene Kuchenstückchen von ca. 2 x 3 cm und 5 verschiedene Sorten kleine Plätzchen.

Der erste im Backofen gebackene Kuchen aus Hefeteig, der noch warm mit Butter beträufelt und Zucker und Zimt bestreut wird. Dieser Kuchen wird dann im Ganzen und nicht geschnitten im Dorf herumgetragen und jeder der es mag, kann sich mit den Fingern ein Stück herausreefen (reißen). Ist der Kuchen alle, bringt das dem Brautpaar Glück – besonders, wenn er aufgegessen wurde ehe er kaltgeworden ist.

Die Hochzeit undder Reefkuchen

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GÖSSITZ am Thüringer Meer

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